Trommelschule Hamburg
Trommelschule Hamburg

Instrumente

Djembe

Die Djembe (-Trommel) kann aus verschiedenen Hölzern (meist afrikanischen Harthölzern, Lenke, Mahagoni, etc.) gefertigt sein und ist mit einem Ziegenfell über zwei Eisenringe und Schnüre über die obere Hälfte der Trommel bespannt. Das Nachspannen erfolgt durch Nachziehen der Verschnürung.

 

Die Djembe kommt ursprünglich aus Westafrika (Guinea, Senegal, Mali, Elfenbeinküste), wo sie traditionell vom Stamm der Malinke gespielt wird. Sie ist mit einem Ziegenfell bespannt und hat meist ein prägnantes Klangvolumen, satte Bässe und knallige Sounds, besonders gut hörbar bei den Slaps. Sie eignet sich gut als Soloinstrument und kann an einem Trägerband umgehängt auch im Stehen gespielt werden. Der Groove der Rhthmen wird von den drei

Basstrommeln und Glockrhythmen gewoben.

Kpanlogo

Die Kpanlogo (sprich: Panlogo oder Palogo) stammt aus Ghana und ist die Ur-Conga. Sie ist ursprünglich mit einem Antilopenfell, heute, zum Schutz der Arten mit einem Kalb-, Kuh oder dicken Ziegenfell bespannt. Das Fell wird über einem Eisenring mit Schnüren und Holzpföcken am Rand der Trommel befestigt. Das Nachspannen erfolgt durch das Nachschlagen der Pflöcke oder durch Wärme. In Afrika stellt man eine Trommel zum Spannen manchmal in die Sonne.

 

Die in Ghana traditionell gespielten Kpanlogo-Rhythmen werden mit Cowbell und Shaker gespielt und mit Tanz und Gesang oder kleinen Theatereinladen aufgeführt.

 

Die Kpanlogo ist eine vielseitige Trommel, auf der auch cubanische, brasilianische (Conga-)rhythmen, Stockrhythmen oder auch Djemberhythmen gespielt werden können. Durch die Dicke des Fells spielt sie sich weicher, da sie etwas der Hand nachgibt und sie erzeugt satte, warme Töne und ist nicht ganz so laut wie die Djembe.

 

Die Stockrhythmen werden entweder mit zwei Stöcken oder mit Hand und Stock gespielt.

 

Oprente

Die Oprente ist bauchiger als die Kpanlogo, hat einen Fuß und durch den größeren Umfang mehr Klangvolumen. Sie ist die Solotrommel/Masterdrum im Kpanlogo Drum Ensemble.

 

Kpanlogo Drum Ensemble

 

In einem Kpanlogo Drum Ensemble gibt es noch weitere "Kpanlogo"-Trommeln, die in die in Form und Größe variieren, von klein bis mannesgroß und je nach Volk in Ghana (Ga, Ewe, Ashanti, etc.) unterschiedliche Namen tragen (z.B. Kidi, Apentemma, Lolomi). Sie können nur mit Händen oder mit Händen und/oder Stöcken gespielt werden. Je nach Je nach Rhythmus oder Region gibt es noch viele andere Drum Ensembles mit weiteren Trommeln.

 

Eine Brekete ist eine sirrende Basstrommel, die über die gehängt unterm Arm mit einem gebogenen Stock gespielt wird.

 

Talking Drums, die "sprechenden Trommeln", ebenfalls unterm Arm mit einem gebogenen Stock und Hand gespielt, finden sich oft in afrikanischen Drum Ensembles und kommunizieren als Solotrommel auch gerne mit dem Publikum.

 

Cowbell

Die Cowbell, manchmal auch Clave, Doppelglocke oder in Ghana Agogo genannt, ist der rote Faden in der ghanaischen oft auch westafrikanischen Musik und alle Musiker und Tänzer können sich an ihr orientieren. Sie ist daher ein wesentlicher Bestandteil beim Trommel- oder Tanzunterricht. Die Cowbell wird mit einem afrikanischen Holzstock oder einem Nagel von langsam bis sehr schnell gespielt.

 

Dasselbe gilt für die sogenannte "Bananenglocke", die in der Hand oder an den Basstrommeln ihren Einsatz findet.

Claves

auch Klanghölzer genannt

 

Zwei dicke Klangstäbe (mit ca. 3 cm Durchmesser) durchdringend klingender, meist tropischer Harthölzer, die, ähnlich wie die Metallglocken zum Einsatz kommen.

 

Meist werden markante Rhythmen bestehend aus einigen wenigen Schlägen mit ihnen gespielt.

Shaker

Rassel, auch Shekere, Kalabashi (von Kalabasse)

 

Der Shaker besteht aus einer ausgehöhlten Kalebasse, auf die ein Netz mit muschelartigen Kernen gespannt ist. Es gibt verschiedene Formen, Größen und Spieltechniken des Shakers. 

Basstrommeln (Dundun, Sangban, Kenkeni)

Dundun

 

(auch Doundoun)

große Basstrommel mit tiefem Klangbild

 

Die Dundun ist beidseitig mit einem Kuhfell über Eisenringen mit Schnüren, die längsseitig der Trommel verlaufen, bespannt.

Sie wird meist auf einem Holzständer quer gelegt mit einer Bananenglocke oben auf gespielt. Die linke Hand schlägt den Glockenrhythmus für den Klangteppich, die rechte den Dundun-Rhythmus mit einem dicken Holzschlegel (Rechtshänder).

 

Die Dundun und Sangban-Rhythmen bilden oft den Klangcharakter des Grooves. Der Dundun-Spieler kommuniziert, respondiert und improvisiert auch mit den (Djembe-)Solisten.

 

Sangan

 

mittlere Basstrommel

 

Die Spielweise ist dieselbe wie die der Dunden. Auf der Sangban werden oft herausragende Rhythmuspattern gespielt, die den Groove und die Klangfigur im Rhythmus produzieren oder markieren.

 

Kenkeni

 

kleine Basstrommel, helles Klangbild

 

Die Spielweise ist dieselbe wie die der Dundun und Sangban. Die Kenkeni wird oft ohne Variation durchgespielt und dient der Orientierung und Gleichmäßigkeit im Rhythmus.

"Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge."   (chin. Sprichwort)

                   Come and Drum to Make Music !

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